Um das Risiko des Vorhandenseins von explosiven Kriegsresten zu ermitteln, wird eine historische Voruntersuchung durchgeführt. Auf Grundlage der Ergebnisse wird entschieden, ob weitere Untersuchungen erforderlich sind.
In der Voruntersuchung wird festgestellt, ob in dem Gebiet Kriegshandlungen stattgefunden haben, durch die möglicherweise Kriegsrückstände im Boden zurückgeblieben sind. Um zu dieser Schlussfolgerung zu gelangen, wird eine Vielzahl von Informationen herangezogen. Dazu gehören beispielsweise Luftbilder aus dem Zweiten Weltkrieg, nationale und internationale Archive, Fachliteratur und alte Presseberichte. Die Untersuchung wird gemäß dem geltenden Zertifizierungsschema für Voruntersuchung und Risikoanalyse von explosiven Kriegsresten (CS-VROO) durchgeführt.
Sollte die Voruntersuchung ergeben, dass ein erhöhtes Risiko für das Vorhandensein von explosiven Kriegsresten besteht, muss etwas unternommen werden!
In der Risikoanalyse werden die spezifischen Risiken erfasst, die bei der Durchführung der geplanten Arbeiten auftreten können. Diese Analyse wird auf der Grundlage der Voruntersuchung, der nachkriegszeitlichen Gebietsentwicklungen und der (Gegen-)Indikationen in Bezug auf die geplanten Arbeiten durchgeführt. Das Ergebnis ist schließlich eine standortspezifische Empfehlung zu Kontrollmaßnahmen, damit die Arbeiten sicher durchgeführt werden können.